Ratgeber

Krypto-Betrug: Was tun in den ersten Stunden?

Nach einem Betrug zählt vor allem eines: nichts weiter überweisen und alles sichern, was den Ablauf belegt. Diese Schritte helfen Ihnen, Polizei, Börsen und Beratern später eine klare Grundlage zu geben.

1. Keine weiteren Zahlungen

Leisten Sie keine „Steuern“, „Gebühren“ oder „Freigabezahlungen“, um angeblich Gewinne auszuzahlen. Das ist ein typisches Muster, um Betroffene ein zweites Mal zu schädigen.

Brechen Sie den Kontakt zu den Tätern ab und gewähren Sie niemandem Fernzugriff auf Ihr Gerät.

2. Konten absichern

Ändern Sie Passwörter von E-Mail, Börsenkonten und Online-Banking und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wenn eine Wallet kompromittiert sein könnte, verschieben Sie verbleibende Werte in eine neue Wallet mit neuer Seed-Phrase.

Informieren Sie Ihre Bank, wenn Sie per Überweisung oder Karte bezahlt haben – je schneller, desto besser.

3. Beweise sichern

Speichern Sie Chatverläufe, E-Mails, Website-Adressen, Nutzernamen, Zahlungsbelege, Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes. Machen Sie Screenshots mit sichtbarem Datum und löschen Sie nichts.

Notieren Sie eine Zeitleiste: wann der Kontakt begann, wann welche Zahlung erfolgte und über welche Plattform.

4. Anzeige erstatten

Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – in den meisten Bundesländern auch online über die Onlinewache. Eine Anzeige ist oft Voraussetzung dafür, dass Börsen oder Behörden tätig werden.

Prüfen Sie bei der BaFin (Unternehmensdatenbank und Verbraucherwarnungen), ob die Plattform bekannt oder zugelassen ist.

5. Den Vorfall strukturiert dokumentieren

Kryptospur hilft Ihnen, verstreute Nachweise in einer vertraulichen Fallakte zu ordnen. Wir garantieren keine Rückgewinnung und fragen niemals nach Seed-Phrasen, privaten Schlüsseln oder Passwörtern.

Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.

Dokumentieren Sie Ihren Fall vertraulich.